Der Arbeitskreis

Nachdem die Conti den Betrieb in Limmer aufgegeben hatte und die Überplanung des Geländes zur »Wasserstadt Limmer« begann, beschloss der Bezirksrat Linden-Limmer 2004, dass auf dem Conti-Gelände ein »angemessener Ort des Gedenkens« geschaffen werden soll [Anträge und Beschluss, PDF]. Obwohl die Stadtverwaltung Hilfe bei der Umsetzung versprach, ist von offizieller Seite lange Zeit nichts Konkretes geschehen.

Daher hat sich 2008 der Arbeitskreis »Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer« gegründet, um das unmenschliche Leiden der Menschen in den Lagern während des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und Geschichte wieder sichtbar(er) zu machen.

Eine wichtige Grundlage unserer Arbeit ist das Vermächtnis der KZ-Überlebenden [PDF] vom Januar 2009.

Unsere Ziele

  • Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte des KZs und der ZwangsarbeiterInnenlager in Limmer und der Rolle der Continental-Werke durch Archivarbeit, ZeitzeugInnengespräche usw.
  • Öffentliche Veranstaltungen, nach Möglichkeit auch ZeitzeugInnengespräche mit überlebenden Häftlingen.
  • Schaffung eines würdigen und gut sichtbaren Ortes des Gedenkens auf dem ehemaligen Lagergelände.
    Neben Informationstafeln oder anderen Informationsangeboten gehört dazu auch die geeignete Gestaltung des Platzes unter Einbeziehung des neuen städtebaulichen Umfelds. Die vorhandene Bronzetafel als Dokument der bisherigen »Erinnerungskultur« soll einbezogen werden. Straßen des neuen Wohngebietes sollen nach ehemaligen Häftlingen benannt werden. Wünschenswert ist außerdem die Kennzeichnung der ehemaligen Lagerumrisse im Gelände. Ziel muss ein »Denk-mal-nach ...« sein, das Gegenwartsbezug herstellt und sich »störend« zur Umgebung verhält.
  • Einrichtung eines gemeinsamen Informations-, Arbeits-, Archiv- und pädagogischen Zentrums für alle ehemaligen hannoverschen KZ-Außenlager und ZwangsarbeiterInnenlager, möglichst in räumlicher Nähe zum ehemaligen KZ Limmer wegen der Häufung von ehemaligen Lagern im Raum Ahlem/Limmer/Linden. Eingebunden werden soll die Fragestellung: »Welche Verantwortung erwächst uns aus der Vergangenheit heute und in der Zukunft?«

Zur Umsetzung unserer Ziele brauchen wir Ihre Unterstützung!

  • Mitmachen kann jede/r, die / der Interesse am Thema und an einer regelmäßigen Beteiligung am Arbeitskreis mitbringt. Vorwissen ist nicht nötig!
  • ZeitzeugInnen können ihr Wissen – selbstverständlich vertraulich – an uns weitergeben. Wer kann uns Kontakt zu ZeitzeugInnen vermitteln?
  • Fotos, Dokumente, Briefe, Conti-Produkte aus dieser Zeit können wichtige Informationen liefern und Geschichte anschaulich machen. Auch solche Informationen behandeln wir selbstverständlich vertraulich.
  • Finanzielle Unterstützung benötigen wir als ausschließlich ehrenamtlich arbeitende Initiative natürlich auch ...

Kontaktmöglichkeiten und unser Spendenkonto finden Sie auf der Seite Kontakt.

Weitere Informationen

... zur bisherigen Tätigkeit des Arbeitskreises finden Sie auf den Unterseiten Eigene Veröffentlichungen, Pressespiegel und Fernseh- und Radiosendungen, auf der Sie u. a. einen Beitrag des Lokalsenders h1 über das Frauen-KZ und den Arbeitskreis sehen können und einen Link zu einem ausführlichen Radiobeitrag von Radio Flora finden.