Andreas Kleine, Lindener Künstler & Architekt

... möchte denkmalgeschützte Gebäudeteile in ein Mahnmal integrieren.

Der Entwurf besteht aus einer 3 m hohen, 1,2 m breiten und 0,45 m tiefen Ziegelwandscheibe, die schräg in einem Winkel von 10° mit Hilfe von 3 innenliegenden Doppel-T-Trägern in einem Betonfundament im Boden verankert ist.

Am oberen Ende der Wandscheibe sind 3 Sandsteinreifen angebracht, die z. Z. noch die Fassade des großen Conti-Gebäudes am Kanal verzieren. Sie symbolisieren die Continental-Fabrik. Darunter befindet sich eine Sandstein- oder Betonarbeit eines Leichenhaufens, die an die geschundenen und umgekommenen Zwangsarbeiterinnen erinnern soll. Die Räder scheinen die Leichenteile zu überrollen, zu zermalmen.

In der Mitte der Wandscheibe befindet sich ein Frauenzeichen in Form einer glänzenden rostfreien Metallplatte, die mit kleinen runden Ausbuchtungen versehrt sind, die wie Einschusslöcher anmuten.

Ziegelsteine, Stahlträger und Sandsteinreifen werden den alten Continental-Gebäuden beim Abriss entnommen und es entstehen dadurch insgesamt nur geringe Ausführungskosten. Die 3 Sandsteinreifen sollten unabhängig davon, ob der Entwurf realisiert wird, auf jeden Fall gesichert werden, da sie Zeugnisse einer großen Industriebaukultur darstellen.

Ort und Hintergrund des Mahnmals mit den Neubauten sind in der Visualisierung willkürlich gewählt und nur exemplarisch.